Mein Name ist  Martina Lefevre. Eigentlich bin ich eine echte "Grosstadtpflanze" aus  Hamburg.

Im Frühjahr 2006 sind nun meine Familie und ich auf das "Platte Land" gezogen, in eine kleine Siedlung zwischen Bremerhaven und Bremervörde.

Hier haben wir entschieden mehr Platz als in der Grosstadt, ein recht großes Grundstück (teilweise noch recht verwildert) und einen See, den sogenannten "Tabensee". 

Unser Garten und See hat jede Menge natürlicher "wilder" Bewohner, wie z.B. Frösche, Kröten, Enten, Fische, Füchse, Igel, Maulwürfe, Mäuse, Unmengen an Vögeln, Schlangen und ab und an einen Fischreiher als Besucher.

In der Nachbarschaft  befinden sich etliche Bauernhöfe. Alles in allem für Grosstädter und insbesondere für Kinder eine hochspannende und entspannende Umgebung.

Da ich von Kindesbeinen an schon "tiernärrisch" war und meinen Eltern damals schon  viele Fundtiere nach Hause brachte (aufzwang), bot es sich hier geradezu an.

Von Rindviechern, Pferden, Schweinen und  Hühnern verstehe ich nichts, also sann ich einige Zeit nach, welches Tier hier zu uns passen würde.

Da ich auch noch vier Kinder habe sollte das neue Haustier möglichst ungefährlich und pflegeleicht sein und auch für relativ kleine Kinder geeignet.

Was lag da näher als ein/zwei nette Meerschweinchen?

An diesen netten Zeitgenossen hatte ich doch bereits als Kind viel Freude gehabt. Allerdings gab es damals nur die ganz normalen Glatthaar/Rosetten und Angoraschweinchen.

Bei meinen ersten Recherchen im Internet staunte ich also erstmal "Bauklötze", was es inzwischen an verschiedenen Rassen gibt!

Die Langhaarschweinchen fand ich besonders schön. Es dauerte nicht lang und ich kam mit den beiden ersten Schweinedamen nach Hause. Mitten im Sommer war es  und die zwei noch kleinen Meeries bewohnten zunächst einmal einen kleinen Außenstall.

Doch inzwischen hatte unbemerkt auch schon das Meerschweinchenvirus zugeschlagen. . .

Ich entdeckte per Internet immer mehr noch schönere Meeries, die ich gerne haben wollte und der Gedanke an eine eigene, kleine Hobbyzucht nahm sehr schnell Gestalt an.

Wichtig war und ist mir, dass es meinen Schweinchen auch gut geht und sie genügend Auslauf und saubere, praktische Ställe bekommen und abwechslungsreiches, gesundes Futter.

Mein handwerklich geschickter Mann wurde zunächst mit der Umsetzung meiner zahlreichen Ideen betraut und "durfte" mir einen großen Freilauf bauen.

Im Laufe der Zeit kaufte ich Außenställe aus halb Deutschland, die mein Mann dann abholen, umbauen und verschönern musste.

Bald kam der Herbst und Winter und ich beschloss, doch keine ganzjährige Außenhaltung.

Ein von außen begehbarer Raum unseres Hauses wurde renoviert und zum Meeriewinterquartier . Hier steht nun die Schweine-Villa (wie eine große Puppenstube), ein großer, gebrauchter Innenstall von einer ehemaligen Züchterin.

Inzwischen hatte ich 19 Stammschweine und die ersten Verpaarungen sorgten für Nachwuchs.

Doch wie das denn dann so ist . . . dabei blieb es natürlich nicht !!!

Die kleinen Frischlinge sind nämlich allerliebst. . . Frau züchtet ja auch nicht, um dann alle abzugeben. . .

Also fällt es mir jedes mal schwer mich von den Jungschweinchen zu trennen. Ich zwang mich, nur von höchstens jedem dritten Wurf eines zu behalten. Doch selbst das bedeutet ja, es werden mehr.

Außerdem knüpft frau auch jede Menge Kontakte zu anderen Züchtern. Und die haben oft genau das Schweinchen, welches ich zu meinem Glück noch brauche. Oft tauscht man auch Jungschweinchen aus. Was ja auch dazu führt, das dann doch wieder eines mehr da ist.

Und sogenannte "Altschweine" abgeben ist ja noch viel schwieriger, da ich ja bereits eine Beziehung zu den Tieren aufgebaut habe.

Da jeder Züchter Zuchtziele hat (ich natürlich auch) behält man natürlich die Tiere, welche einen dem Ziel ein Stück näher bringen.

Lange Rede kurzer Sinn. . .

Inzwischen hat sich die Anzahl fast verdoppelt. . . So genau kann ich das (will ich das ) gar nicht wissen, da auch ständig neue geboren werden.

Nur artet das Ganze jetzt schon richtig in Arbeit aus. 

Außerdem stehen auch seit einiger Zeit wieder persönliche Veränderungen an. Ich bin unter anderem wieder berufstätig und meine zwei großen Kinder sind ausgezogen.

Deshalb  muß ich mich auch von einem inzwischen recht großen Bestand an Tieren lösen und wieder mal eine Teilreduzierung vornehmen.

Denn ich möchte ja auch den Tieren weiterhin gerecht bleiben.

 

Mein Bestand ist im Laufe der Jahre sehr groß geworden und alles in allem war es bereits ein Halbtagesjob! Nur ohne Bezahlung, im Gegenteil mit hohen Kosten! Deshalb und da ich auch demnächst wieder ein wenig ins Berufsleben einzusteigen gedenke, werde ich im Laufe der nächsten Monate einige Tiere reduzieren. Es soll ja auch weiterhin ein Hobby bleiben , an dem ich Freude habe und welches mich nicht erdrückt oder gar zur "Last" wird.

 

     

 

 

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